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Fragen und Antworten

FAQ zur neuen Pfarrei Saarbrücken

Saarbrücken wird eine Pfarrei – Was ändert sich?

Zum 01.01.2020 wird Saarbrücken eine der 15 neugegründeten Pfarreien im Bistum Trier. Aus dem jetzigen Dekanat Saarbrücken wird eine neue Pfarrei Saarbrücken als Verwaltungseinheit.
Mit insgesamt knapp 100.000 Katholiken wird Saarbrücken die größte Pfarrei Deutschlands sein.

  • Was passiert mit den bisherigen Pfarreien?

    Zunächst wird sich auf der Ebene der bisherigen Pfarreien nicht vieles ändern. Die Strukturen, Arbeitsfelder- und formen in der neuen Pfarrei Saarbrücken sind derzeit noch nicht konkretisiert und personalisiert. Die Menschen, die bisher das Gemeindeleben mitgestaltet haben, werden das auch zukünftig tun können. Gemeindeleben kann sich nur durch und mit wirklichen Menschen ereignen. Zurzeit ist seitens des Bistums eine Übergangsphase von drei Jahren geplant, um die neuen Pfarreien in der jeweiligen Fläche umzusetzen.

  • Was passiert mit den pastoralen Mitarbeiter*innen?

    Die Pastoralteams werden weiterhin ihre Arbeit verrichten. So dass die Kernaufgaben in den Gemeinden wie Gottesdienste, Sakramentenvorbereitung und –spendung oder der Beerdigungsdienst sowie die Begleitung von ehrenamtlicher Kreise weiter wahrgenommen wird. Die Gewährleistung grundlegender seelsorgerischer Angebote vor Ort ist auch weiterhin ein wichtiges pastorales Anliegen.

  • Was wird aus den Mitarbeiter*innen der Kirchengemeinden?

    Die Angestellten der bisherigen Kirchengemeindeverbände werden weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, allerdings nun als Angestellte in der neuen Pfarrei. Die Aufgaben von Sekretär*innen, Küster*innen, Organist*innen, Reinigungskräfte, usw. sind auch in der Pfarrei der Zukunft wichtig.

  • Was wird aus den Pfarrbüros?

    Die Pfarrbüros bleiben zunächst erhalten.

  • Was ist mit den Gottesdiensten?

    Es wird in den Kirchen wie bisher Gottesdienste entsprechend der vereinbarten Gottesdienstordnungen vor Ort geben.

  • Taufe, Trauung, Erstkommunion, Firmung, Beerdigung

    Hier wird sich zunächst nichts ändern, erste Ansprechpartner sind die Büros vor Ort sowie die Seelsorger*innen.

    Taufe, Trauung

    Die Sakramente der Taufe und der Trauung werden von den Priestern und Diakonen der neuen Pfarrei gespendet. Genauere Informationen zu Terminen und den Kontakt zu einem Priester oder Diakon bekommen Sie weiterhin über die bisherigen Pfarrbüros. Es wird nun jedoch einfacher sein, in einer beliebigen Kirche in Saarbrücken zu heiraten bzw. das Kind taufen zu lassen, da sie alle zu der gleichen Pfarrei und somit Verwaltung gehören.

    Erstkommunion, Firmung

    Wann und wo die Erstkommunion oder die Firmung in den nächsten Jahren stattfindet, erfahren Sie in den Büros vor Ort und über Veröffentlichungen (z. B. Homepage, „Pfarrbrief“, Einladungen). Wie bei der Taufe und Trauung ist es auch bei Erstkommunion und Firmung künftig einfacher, unabhängig vom Wohnstadtteil sich einer Vorbereitungsgruppe nach Wahl innerhalb der Pfarrei Saarbrückens anzuschließen.

    Die inhaltliche Gestaltung der Sakramentenvorbereitung vor allem der Erstkommunion- und der Firmvorbereitung liegt vorerst weiterhin bei den dafür zuständigen Seelsorger*innen an den einzelnen Orten von Kirche (bisherigen Pfarreien). Sie arbeiten ihrerseits bereits jetzt schon daran, wesentliche Anliegen der Synode, wie zum Beispiel das Denken vom Einzelnen her oder den diakonischen und missionarischen Aspekt in ihren Konzepten zu berücksichtigen.

    Sterbeämter, Trauerfeiern und Beisetzungen

    Auch zukünftig besprechen die Angehörigen i. d. R. zunächst mit dem Bestattungsunternehmen, wann und auf welch einem Friedhof die Beisetzung stattfinden soll. Diese nehmen dann Kontakt zur Pfarrei auf, so dass sich zeitnah ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin bei den Angehörigen meldet und in ein persönliches Gespräch anbietet.

    Auch mit Seelsorger*innen, die beispielsweise den Sterbenden begleitet haben, können die Angehörigen selbstverständlich diese Fragen zur Beisetzung vorab besprechen.

    Wie bisher wird es die Möglichkeit eines Sterbeamtes (eines Dreißiger-Amtes und von Messbestellungen) in einer Kirche geben. Ist ein Sterbeamt nicht gewünscht, wird i. d. R. in der Friedhofskapelle eine Trauerfeier gehalten.

    Es gibt darüber hinaus schon jetzt Angebote für Trauernde, zum Beispiel das Lebenscafé alle zwei Wochen im Pfarrheim von St. Paulus (Malstatt).

  • Was ändert sich denn wirklich?

    Die neue Pfarrei Saarbrücken

    Alle katholischen Kirchen in Saarbrücken gehören ab dem 01.01.2020 zur neuen Pfarrei Saarbrücken. Vieles wird dadurch einfacher. Wer zukünftig nicht an seinem Wohnort heiraten möchte oder dort sein Kind taufen lassen möchte, zur Erstkommunion oder Firmung gehen möchte, wird dieses innerhalb der neuen Pfarrei Saarbrücken unbürokratisch und unaufwändig tun können, da die Verwaltungsstrukturen einfacher werden (s.o.).

    Orte von Kirche

    Kirchliches Leben ereignet sich an vielen Orten, nicht nur in den Kirchen selbst.

    Die Bezeichnung “Orte von Kirche” ist ein Schlüsselbegriff für das Konzept der neuen Pfarrei Saarbrücken. Bislang haben die Pfarreien unter der Verantwortung eines Pfarrers und der Gremien (Verwaltungsrat und Pfarrgemeinderat) das Leben der Pfarrei bestimmt.
    Die neue Pfarrei Saarbrücken soll verstärkt von den einzelnen Orten und ihren Menschen her geprägt werden. Zu den Orten von Kirche gehören zum Beispiel Altenheime, Krankenhäuser, Kindergärten, Kirchenräume. Auch kirchliche Einrichtungen wie das "Tante Anna - Treffpunkt der Generationen" in Sulzbach, der welt:raum am St. Johanner Markt, die Kirche der Jugend - eli.ja oder das Cafe Exodus in der Innenstadt. aber auch Gebetskreise, Messdiener, Jugendgruppen, Chöre, Familienkreise, die Caritas mit ihren Einrichtungen, Eltern-Kind-Gruppen, Gottesdienste mit ihren Vorbereitungsgruppen und Seniorengruppen sind solche Orte. Orte von Kirche verstehen sich auch immer mit den Menschen, die sie aktiv beleben und gestalten. Die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Impulse und unterstützen die Entwicklungen.

    Zur Verdeutlichung sei hier ein Beispiel aus Brebach genannt: Seit einigen Jahren trifft sich regelmäßig die Queer-Gottesdienst-Gemeinde. Deren Mitglieder kommen von auswärts und treffen sich zu ihren Gottesdiensten, die sie auch selbst vorbereiten und gestalten. Als (anerkannter) “Ort von Kirche” wäre diese Gruppe Teil der neuen Pfarrei Saarbrücken und hätte innerhalb der neuen Gremienstruktur auch ein Mitspracherecht.

    Gremien

    Alle Gremien (Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat) werden im Herbst 2019 in einer Wahlversammlung den ersten Rat der neuen Pfarrei Saarbrücken mit Interessengruppen wählen. Die Mandate der bisherigen Pfarrgemeinde-, Verwaltungs- und Kirchengemeinderäte enden zusammen mit den bisherigen Pfarreien zum 31.12.2019. Das kirchliche Leben vor Ort geht aber ungebrochen weiter. Und es wird weiterhin notwendig sein, dass sich Menschen mit ihren je persönlichen Fähigkeiten und Begabungen aktiv in das lokale Gemeindeleben einbringen und dabei auch Neues erproben können. Eine verantwortungsvolle Mitgestaltung an der neuen Pfarrei Saarbrücken, vor allem aber auch lokal in den „Orten von Kirche“ (s.o.), wird von Anfang an möglich sein.

    Synodalversammlung

    Zukünftig wird sich aus den Orten von Kirche in der neuen Pfarrei Saarbrücken die sogenannte „Synodalversammlung“ bilden. Diese Versammlung setzt sich aus den Delegierten der einzelnen Orte von Kirche zusammen. Sie wirken so auch maßgeblich an der Gestaltung der gesamten Pfarrei mit. Die genaueren Details hierzu werden derzeit noch vom Generalvikariat in Trier ausgearbeitet.